Deutsche Meisterschaften werden zum sportlichen Großereignis für Todtnau und den Hochschwarzwald
Drei Tage lang war der Notschrei Anfang September Schauplatz des deutschen Spitzenbiathlons. Vom 4. bis 6. September traf sich die nationale Biathlon-Elite zu den Deutschen Meisterschaften im modernisierten Nordic-Center – und die Premiere wurde zu einem eindrucksvollen Erfolg.
Nicht nur sportlich hatten die Meisterschaften einiges zu bieten. Auch die Rahmenbedingungen hätten kaum besser sein können: An allen drei Wettkampftagen herrschte perfektes Wetter, sodass die Athletinnen und Athleten vor einer großartigen Kulisse um die deutschen Meistertitel kämpfen konnten. Entlang der Strecke und rund um das Stadion verfolgten zahlreiche Zuschauer die spannenden Wettkämpfe.
Drei Tage Spitzensport
Sportlich standen drei Wettbewerbe auf dem Programm: das kurze Einzel, der Sprint und die Verfolgung. Dabei ging es für die Athletinnen und Athleten nicht nur um die deutschen Meistertitel. Die Sommermeisterschaften auf Rollski sind traditionell auch eine wichtige Standortbestimmung vor der kommenden Wintersaison.
Bei den Frauen dominierte Janina Hettich-Walz vom SC Schönwald die Titelkämpfe. Die 30-Jährige gewann alle drei Wettbewerbe und sicherte sich damit einen beeindruckenden Hattrick.
Hinter ihr zeigte insbesondere Johanna Puff eine starke Meisterschaft. Sie gewann in allen drei Rennen Silber. Dritte im kurzen Einzel und in der Verfolgung wurde Julia Tannheimer, die mit ihrer starken Laufleistung überzeugte.
Bei den Männern setzte Philipp Horn ein Ausrufezeichen. Er gewann das kurze Einzel und sicherte sich auch in der abschließenden Verfolgung den Titel. Für eine Überraschung sorgte Franz Schaser, der sich im Sprint seinen ersten deutschen Meistertitel holte.
Auch aus regionaler Sicht gab es Grund zur Freude: Fabian Kaskel vom SC Todtnau gewann im kurzen Einzel die Bronzemedaille.
150 Helferinnen und Helfer täglich im Einsatz
Eine solche Veranstaltung lässt sich allerdings nicht allein mit den Leistungen der Sportlerinnen und Sportler auf die Beine stellen. Hinter den Deutschen Meisterschaften stand ein enormer organisatorischer Aufwand.
Rund 150 freiwillige Helferinnen und Helfer waren an jedem der drei Wettkampftage im Einsatz. Sie sorgten unter anderem dafür, dass Strecke und Stadion vorbereitet waren, die Wettkämpfe reibungslos ablaufen konnten und die zahlreichen Zuschauer und Sportler beste Bedingungen vorfanden.
Für diesen außergewöhnlichen Einsatz gilt ein besonderer Dank René Fleckstein vom Loipencenter Notschrei sowie Andreas Gnädinger-Harter vom Skiclub Todtnau, die maßgeblich an der Organisation und Durchführung der Veranstaltung beteiligt waren.
Dass die Veranstaltung letztlich so erfolgreich über die Bühne gehen konnte, ist damit nicht zuletzt dem großen Engagement der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zu verdanken. Sie standen bei bestem Sommerwetter nicht im Mittelpunkt – waren aber eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür, dass der Spitzensport am Notschrei überhaupt stattfinden konnte.
Heimspiel für die Schwarzwälder
Besonders war die Meisterschaft auch für die Athletinnen und Athleten aus dem Schwarzwald. Janina Hettich-Walz und Julia Tannheimer konnten praktisch vor heimischem Publikum antreten. Tannheimer kennt den Notschrei und die anspruchsvolle Strecke bestens.
Für die Zuschauer wiederum bot sich die seltene Gelegenheit, zahlreiche bekannte deutsche Biathletinnen und Biathleten unmittelbar vor der eigenen Haustür zu erleben.
Ein starkes Signal für den Notschrei
Die erfolgreichen Deutschen Meisterschaften sind auch für den Standort Notschrei von großer Bedeutung. Das modernisierte Nordic-Center hat sich zunehmend als leistungsfähiges Zentrum für den nordischen Sport etabliert.
Die Meisterschaften zeigten eindrucksvoll, dass der Notschrei nicht nur hervorragende Trainingsbedingungen bietet, sondern auch in der Lage ist, eine Veranstaltung auf nationalem Spitzenniveau auszurichten.
Für Todtnau und den gesamten Hochschwarzwald ist dies ein starkes Signal. Der Notschrei verbindet Leistungssport, Breitensport und Tourismus – und kann damit weit über die Region hinaus Aufmerksamkeit erzeugen.
Wenn aus einer Meisterschaft ein Fest wird
Am Ende bleiben deshalb nicht nur die neuen deutschen Meistertitel und sportlichen Ergebnisse in Erinnerung. Es bleibt vor allem ein Wochenende, an dem Spitzensport, perfektes Wetter, zahlreiche Zuschauer und das Engagement von rund 150 freiwilligen Helferinnen und Helfern täglich zusammenkamen.
Der Notschrei hat eindrucksvoll gezeigt, dass Biathlon auch im Sommer begeistert. Und die vielen Helferinnen und Helfer haben gezeigt, was möglich ist, wenn eine ganze Region gemeinsam anpackt.
Die Deutschen Biathlon-Meisterschaften am Notschrei waren damit nicht nur ein sportlicher Höhepunkt, sondern auch ein starkes Gemeinschaftserlebnis für Todtnau und den Hochschwarzwald.







